Wenn ich verreise, dann halte ich gerne Ausschau nach Hotels, mit dem gewissen Etwas in Architektur und Design. Für mich muss ein Hotel einen gewissen Reiz haben, so wie das Seehotel Ambach in Kaltern in Südtirol, das mich mit seinem 70er Jahre Konzept wirklich neugierig gemacht hat.

Das Seehotel Ambach (HIER) liegt 450 km von Graz entfernt und ist in zirka 6 Stunden mit dem Auto zu erreichen. Die Lage ist hervorragend: Direkt am Kalterer See (Privatzugang zum See), dem wärmsten See der Alpen umgeben von unzähligen Weinreben. Idylle pur!

 

#DasHotel

Das Hotel wurde 1973 erbaut und vor rund 4 Jahren einer Komplettrenovierung unterzogen.

Das Augenmerk dabei galt einserseits der Erhaltung des Hotels im Design der 70er Jahre und andererseits der modernen Erweiterung des bestehenden Gebäudes in Form eines Badehauses und eines beheizbaren Swimmingpools.

Im Inneren ist das Seehotel Ambach farbenfroh und ausgefallen: Wenn mich die Ära der 70er Jahre aus der Sicht der Mode nie interessiert hat, so muss ich sagen, dass das Mobiliar, die Formen und die Architektursprache dieser Zeit allerdings spannend und auch prägend für vieles von heute waren.

 

Das Hotel könnte auch Filmkulisse für einen der alten James Bond Streifen gewesen sein. James habe ich zwar nicht gesehen, gefunden habe ich dafür viele lauschige Plätzchen, originale Einrichtungsgegenstände aus der Ära, alte Bücher in der kleinen hauseigenen Bibliothek und im kleinen Hotelshop das eine oder andere Mitbringsel für unser Eigenheim. Zu den Originalmöbelstücken von damals gesellen sich modernes und zeitgenössisches Mobiliar und ergeben ein stimmiges Erscheinungsbild.

 

 

#Zimmer

Die Zimmer haben alle Seeblick, bodentiefe Fenster für maximale Sicht und einen grossen Balkon, der zum Verweilen einladet. Nachts sind der Pool und das Badehaus beleuchtet, was zusätzlich Flair vermittelt.

Unser Zimmer ist eine charmante „Classic Loggia“ in Weymouthskiefernholz. Ein gemütliches Bett und ein Daybed (beides in ihrerer heutigen Form entworfen von Othmar Barth) sind original aus der Zeit erhalten und wurden bei der Renovierung neu aufbereitet.

Von damals sind auch die gelben Kugellampen von Applique, die aus der Hand des italienischen Beleuchtungsdesigners und Unternehmers Goffredo Reggiani stammen.
Auch das Bad hat seinen Charme.

Der Südtiroler Architekt Walter Angonese hat es zeitlos und schlicht gestaltet, sodass es sich perfekt zum Stil des Hotels fügt.

#DasBadehaus

Eine architektonische Augenweide im 11.000 Quadratmeter grossen Hotelareal, ist das neu errichtete Badehaus.

Dieses erstreckt sich auf einer Fläche von 250 Quadratmeter, ist puristisch gestaltet und bietet Wellnessfans ein Dampfbad, eine finnische Sauna und einen Whirlpool.

In der riesigen Gartenanlage befinden sich ausserdem ein 20 Meter Outdoorpool für ausgiebige Schwimmrunden, viele alte Birken, Trauerweiden und eine Streuobstwiese.

Natur pur!

#DerKaltererSee

 

Das Seehotel Ambach befindet sich am nordöstlichen Ufer des Kalterer Sees in einem unbebauten Winkel. Zwei private Badestege ermöglichen den Zugang in den See.

Kostenlos dürfen auch Tretboote, SUPs, Kajaks und ein kleines Ruderboot für Seeerkundungen im Hotel ausgeliehen werden.

Das Seehotel Ambach (HIER) bietet externen Gästen auch die Möglichkeit eines „Day Stays“. Das bedeutet, dass das Badehaus, die Liegewiese, der Pool und der See um rund 50 Euro pro Tag genutzt werden dürfen.

#Die Kulinarik

Verwöhnt werden wir auch kulinarisch. Morgens gibt es ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit allem was das Herz begehrt. Bei Schönwetter kann auch auf der Terasse mit Blick zum See gespeist werden. Leider war das Wettter bei unserem Aufenthalt etwas regnerisch, sodass wir erst Nachmittags Kaffee und ein Gläschen mit Blick zum See geniessen konnten.

Gegönnt haben wir uns auch eine der süssen Kuchenkreationen.

Am Abend lockt ein 5-gängiges Wahlmenü, das eine Mischung aus mediterraner und alpenländischer Kost ist.

Wir hatten Glück, das ein Mal pro Woche stattfindende Dessertbuffet zu erleben, das liebevoll arrangiert und viele Geschmackskreationen geboten hat.

Auch die von mir gerne gegessenen Makronen gab es in unterschiedlichen Geschmacksvariationen. Liebe geht hier durch den Magen.

#Resumee

Es war ein unvergesslicher Aufenthalt in einem originellen Umfeld, denn ein in den 70er Jahren gehaltenes Hotel am See (HIER) ist definitiv eine Rarität und ein Erlebnis für sich.
Bleibt zu sagen: Vielen lieben Dank für die wunderbare Einladung. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und die Zeit in vollen Zügen genossen.

Misses Popisses