Brauchen wir Detoxkuren, um uns wieder mehr zu spüren? Brauchen wir Wasser, das wir künstlich mit ein paar Würfeln mit Geschmack versetzen? Tun es Orangen, Zitronen, Kräuter oder ähnliches neuerdings nicht mehr? Sind simple Duschgels schon 90er, weil jeder Badebomben mit Glitzer in seine Badewanne zu werfen scheint?

Kleid | Schneiders Salzburg

Ich bin kritisch und hinterfrage das, was gerade auf Socialmedia vor sich geht enorm. Jeder bespricht ungeniert Themen, Tabus scheint es dabei nicht zu geben und das Streben nach Aufmerksamkeit lässt bei so manchem tiefe Einblicke in sein Privatleben gewähren. Ich hatte neulich eine interessante Unterhaltung mit einer Bloggerkollegin. Sie ist eine von wenigen, die Dinge ebenso kritisch sieht wie ich und sich nicht für alles hingibt und verkauft.

Meinen Blog und Instagram-Account habe ich gestartet,  weil ich Freude an Mode hatte und ich meinen eigenen Stil für mich gefunden habe, für den ich oft von Leuten auf der Strasse Komplimente erhielt. Keinesfalls wollte ich einen Blog starten, um damit Geld zu verdienen.

Und das ist es, was Menschen merken: Die Leidenschaft für etwas, die man in sich trägt und die einen authentisch in seinem Tun macht. Ich muss mich für meine gezeigten Outfits nicht verkleiden, das bin ich, bis in das kleinste Detail, weil ich Mode eben sehr mag. Ich habe nie jemanden kopiert oder etwas nachgeahmt, weil ich keine Kopie sein möchte.

Es gibt Dinge, die ich persönlich auf meinem Blog niemals mit der Öffentlichkeit teilen würde, Dinge wie Monatshygiene, Themen der Sexualität oder Krankheit, über letztere habe ich nur einmal Auskunft gegeben, indem ich verraten habe, dass ich einen Bandscheibenvorfall hatte.

Schuhe | Melvin und Hamilton

 

Ich bin der Meinung, dass man sich als Blogger seine Privatsphäre bewahren und für seine Leser kein offenes Buch sein sollte, sodass sich andere an einem ergötzen können. Schliesslich hat man nicht nur Freunde. Bei manchen ist der Neid sehr stark ausgeprägt, das bekomme ich immer mehr zu spüren.

Hut | Mühlbauer

Was brauchen wir wirklich? Brauche ich den Versuch, ein Wochenende ohne Socialmedia zu starten, um zur Erkenntnis zu kommen, dass ich online mehr Zeit als vielleicht erwartet, verbringe?

Das was ich brauche, entscheide ich selbst. Dafür muss ich eigentlich nur kurz meine Augen schliessen und in mich hineinhören. Fertig! Manchmal ist weniger eben mehr und manchmal sind es ganz banale Dinge, die wir brauchen ohne viel Schnickschnack, aber das ist wieder eine andere Geschichte…

Tasche | Sweet deluxe

Misses Popisses