Ich gehöre nicht zu jenen Menschen, die sich Vorsätze für die Fastenzeit ausdenken und diese dann penibel genau einhalten. Wenn ich mir etwas vornehme dann deswegen, weil ich es als persönlich wichtig erachte und ich Ziele, die ich mir vorgenommen habe, erreichen möchte.

Weste | Marco Polo

Neulich bin ich auf ein Posting von Sonja alias Gingerthebasement gestossen, das mir gefallen hat. Es ging darum, sich nicht andauernd über Dinge zu ärgern bzw. wie sie es formuliert hat, zu „motzen“. Das klingt eigentlich einfacher als es tatsächlich ist, denn jeder erlebt Situationen im Alltag wie dass er morgens aufwacht und der Kaffee ausgegangen ist oder der Bus einem vor der Nase davonfährt. Ein echtes Ärgernis ist auch das mit Marmelade bestrichene Butterbrot, das natürlich mit der Marmeladenseite zu Boden fällt. Das was nach solchen ungünstigen Situationen passiert, ist, dass sich Gefühle wie Wut oder Zorn entwickeln, gegenüber sich selbst oder einfacher, gegenüber anderen. Das ist menschlich und durchaus normal. Es gibt aber Menschen, die fast andauernd zornig sind, sich über dieses und jenes beschweren und alles negativ sehen. Wenn ich ehrlich bin, sind das keine angenehmen Zeitgenossen, denn Probleme sind bei diesen Menschen vorprogrammiert. Sie sind immer Opfer, gegen die sich die Welt verschworen hat und unliebsame Dinge magisch anziehen. Von solchen Personen mache ich einen Bogen und versuche mich zu distanzieren, weil sie Energiesauger sind und schlechte Stimmung verbreiten.

Kleid | Marco Polo

Seit ein paar Tagen achte ich nun vermehrt darauf, wie ich auf ärgerliche Situationen reagiere. Ich kann von mir behaupten, dass ich grundsätzlich ein optimistischer und gut gelaunter Mensch bin, aber das eine oder andere Mal musste ich mich selbst an der Nase nehmen, weil ich dazu verleitet war, meinen Ärger kund zu tun. Ich habe aber rechtzeitig eingelenkt und es doch unterlassen.

Meine Neugier im Hinblick wie andere Menschen mit Unliebsamkeiten umgehen, ist in den letzten Tagen gross. Heimlich still und leise lausche ich den Gesprächen fremder Menschen. Tatsächlich waren einige von ihnen  über etwas oder jemanden verärgert und haben ihren Ärger bei ihrem Gegenüber freien Lauf gelassen. Im ersten Moment scheint das vielleicht der beste Weg zu sein, Dampf abzulassen, auf Dauer gesehen verbreitet es schlechte Stimmung.

 

Zugegeben, es war nicht immer einfach in den letzten Tagen jedem Ärgernis 100% positiv zu begegnen, sich über nichts und niemanden zu beklagen. Über so manch optimistische Erklärung in Bezug auf mühsame Situationen meinerseits musste ich schmunzeln, manchmal sogar herzhaft lachen. Würde mein Marmeladebrot mit der Marmeladenseite am Boden fallen, würde ich es entweder neu zubereiten, oder besser noch, gegen einen Apfel tauschen.

Für manche Situationen gab es keine Erklärung, ein simples Kopfschütteln war auch austeichend. Aber es fühlt sich wirklich gut an Malheuren oder mühsamen Szenen mit Optimismus zu begegnen.

Habt ihr auch schon einmal einen Versuch gestartet alles zu 100% positiv zu sehen? Wie geht ihr mit mühsamen Situationen um? Ich freue mich auf euer Feedback.

 

OUTFIT

Kleid & Weste |  Marco Polo

 

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